Die Krise der Menschheit

In Glasgow verhandeln Staatenlenker die internationale Klimapolitik. Worum es dabei eigentlich geht

Benedikt Narodoslawsky
NATUR, FALTER 44/21 vom 02.11.2021

In Madagaskar sieht die UN die erste „Klimawandel-Hungersnot“ heraufdräuen. Die Insel-Bewohner essen Kaktusblätter, die für den Menschen kaum genießbar sind (Foto: APA/AFP/Rijasolo)

Am Nationalfeiertag schwört der Bundespräsident sein Volk auf schwierige Zeiten ein. „Wir werden einander brauchen, um die eigentliche große Herausforderung zu bewältigen, die wichtigste von allen“, sagt Alexander Van der Bellen in seiner TV-Ansprache vor der rot-weiß-roten Fahne in der Hofburg. Er spricht nicht von der Regierungskrise. Auch nicht von Corona. Er meint das Klima.

Van der Bellens Timing ist gut gewählt. Nach einem Sommer der Extreme rückt im heißen Herbst die Klimakrise in den Mittelpunkt der internationalen Politik. Regierende, Parlamentarier und Beamte, Aktivisten, Wissenschaftler und Unternehmer aus aller Welt treffen in diesen Tagen im schottischen Glasgow bei der 26. UN-Klimakonferenz zusammen, um über das Schicksal der Menschheit zu verhandeln.

„Die Zeit für diplomatische Nettigkeiten ist vorbei“, teilte der UN-Generalsekretär António Guterres wenige Tage vor dem Beginn der Weltklimakonferenz mit, „wenn nicht alle Regierungen insbesondere die G20-Regierungen aufstehen und sich an die Spitze der Bemühungen gegen die Klimakrise stellen, werden wir auf schreckliches menschliches Leid zusteuern.“ Das ist nicht nur so dahingesagt. Die Krise trifft die Menschen schon heute mit voller Wucht. Wie stark sie einzelne Extremwetterereignisse auslöst, können Wissenschaftler immer besser berechnen.

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