Nüchtern betrachtet

Wenn im Großhirn die Gaudiglocken bimmeln

Klaus Nüchtern
Feuilleton, FALTER 47/21 vom 24.11.2021

Eigentlich möchte ich DAZU gar nichts sagen. Das ist aber praktisch unmöglich, weil man sonst als jemand dasteht, der einen Defekt hat. "Man kann nicht nicht gestimmt sein", sagt der Bude Heinz, und der ist Soziologe, der weiß sowas. Tatsächlich aber kommt's irgendwann zur Empörungsermüdung, Wut und Ärger weichen einem Phlegma, das man sich als Stoizismus schönreden kann. Ich habe auch kein Verständnis für jene, die sich gebärden, als hätte das Virus, Gott, Bill Gates, die Regierung oder sonst irgendeine böse und boshafte Macht ihnen das ganz persönlich eingebrockt. Die sind echt gekränkt, weil: "Mit mir kann man das nicht machen!" Da kann ich, empathiebefreit, wie ich bin, nur sagen: "Doch, kann man. So wie mit allen anderen auch."

Jetzt, da ich mich aufgerafft habe, das seit Wochen kaputte TV-Gerät vom Reparaturservice abholen zu lassen, geht sich das natürlich grad ums Arschlecken nicht mehr aus. Im Fernsehen ist aber eh immer Kabarett. Kabarettrunde, Kabarettgipfel,

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