Nachrichten aus dem Inneren

Wir über uns

NINA BRNADA
Falter & Meinung, FALTER 50/21 vom 15.12.2021

Als die Welt noch eine andere war, traf sich das Politikressort stets dienstags im Café Korb in der Wiener Innenstadt zur großen Planungssitzung. Mit der Zeit wusste man schon, wer was bestellen würde. Franz Kössler zum Beispiel wählte stets einen Schwarztee, Florian Klenk meist einen Verlängerten, Benedikt Narodoslawsky verlässlich eine Melange, Lukas Matzinger kaum je kein Cappy Leitung und Barbara Tóth nicht selten Heiße Zitrone. In unseren anderen Konferenzen hingegen, die im länglichen, fensterlosen Sitzungsraum in der Redaktion stattfanden, kamen wir völlig ohne Speis und Trank aus. Nur selten wurde ein Kaffeetasse gesichtet.

Und nun, da wir während des Lockdowns fast alle permanent von zuhause arbeiten und uns vor allem per Onlinesitzungen sehen, ist zu beobachten, dass alle stets ihre Trinkbecher parat haben. Ständig sieht man ein Gefäß ins Bild steigen. Zum Beispiel Nina Horaczeks großes Teehäferl, um nicht zu sagen Bottich. Oder Josef Redls Wasserglas, mit dem er auf seine Terrasse spaziert, oder Eva Konzetts weiße Espressotässchen. Quasi nach dem Motto: Wenn wir nicht ins Korb können, dann kommt das Korb eben zu uns. Aber es ist einfach nicht dasselbe. Und es ist auch nicht jeder Tag Dienstag.

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