„Wir müssen anders können“

Umwelthistorikerin Verena Winiwarter über das Zeitalter, in dem die Menschheit die Erde für immer geformt hat

Benedikt Narodoslawsky
NATUR, FALTER 51/21 vom 21.12.2021

Foto: Heribert Corn

Vor 20 Jahren – am 3. Jänner 2002 – veröffentlichte der Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen in der Fachzeitschrift Nature den bahnbrechenden Artikel „Geology of Mankind“. Crutzen beschrieb, wie rasch sich der Mensch die Erde untertan gemacht und sie maßgeblich geprägt hat. Er führte als Beweis nicht nur die menschengemachte Klimakrise an, sondern schrieb auch über den Bau von Dämmen, die massive Zunahme von Stickstoffdünger in der Landwirtschaft, die Ausbeutung der Ozeane, die Rodung des Regenwalds und das Artensterben. Es scheine „angemessen, die gegenwärtige, in vielerlei Hinsicht vom Menschen geprägte geologische Epoche“ als „Anthropozän“ zu bezeichnen, schlug Crutzen vor.

Der Begriff des Anthropozäns – das Zeitalter, in dem der Mensch (altgriechisch: ánthropos) zur Naturgewalt für die Erde wurde – hat seither die wissenschaftliche Debatte enorm befeuert. Wie sind wir in diese Situation geraten? Was wird von uns für immer bleiben? Und wie hängt das Jahr 2021 mit dem Anthropozän zusammen? Niemand in Österreich kann diese Fragen besser beantworten als die Umwelthistorikerin Verena Winiwarter, die das Zentrum für Umweltgeschichte an der Universität für Bodenkultur Wien leitet.

Falter: Frau Professor Winiwarter, wurde heuer Umweltgeschichte geschrieben?

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  3106 Wörter       16 Minuten

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