Macht uns die Pandemie dumm?

Seit Jahren ist die Intelligenz rückläufig. Warum Corona diesen Trend beschleunigen könnte

ANNA GOLDENBERG
Politik, FALTER 03/22 vom 19.01.2022

Illustration: Oliver Hoffmann

Zwei, Herz. Sieben, Raute. Je eine Ziffer und ein Symbol gehören zusammen. Neun solcher Paare erscheinen am Bildschirm, dann sehen die Teilnehmer Ziffern. Ihre Aufgabe: so schnell wie möglich das korrespondierende Symbol tippen. Diesen Test, der misst, wie rasch Informationen verarbeitet werden, absolvierten rund 1500 Menschen in den ersten Pandemiemonaten 2020. Das Forschungsteam der kanadischen McGill-Unversität fragte zusätzlich, wie sehr Corona den Teilnehmenden Sorgen verursachte.

Das Ergebnis: Je bedrückter und ängstlicher sie wegen der Pandemie waren, desto schlechter schnitten sie beim Test mit den Ziffernpaaren ab. Für die Forscher ein Hinweis, dass die Pandemie unsere kognitiven Leistungen beeinflusst. Und damit nicht genug: Sogar Babys sollen bei Tests schlechter abschneiden.

Macht die Pandemie uns dumm? Ist der Effekt temporär? Und wie lässt er sich bekämpfen?

Einen ähnlichen Trend gibt es schon seit Jahren. Es ist der sogenannte Anti-Flynn-Effekt, der besagt, dass die

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  774 Wörter       4 Minuten

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