"Wir mussten Öl ins Feuer gießen"

Fernsehpionier Teddy Podgorski über Karl Schranz, den ORF und den ausgewiesenen Tennisstar Novak Đoković

RAIMUND LÖW
Stadtleben, FALTER 03/22 vom 19.01.2022

Novak Đoković ist wieder in Serbien. Am Sonntag verbot Australiens Höchstgericht dem Tennisspieler die Teilnahme an dessen Lieblingsturnier. Die Behörden glauben ihm die überstandene Covid-Infektion nicht. Serbien schäumt: Der Präsident nennt es "Hexenjagd", Journalisten die "größte Schande der Sportgeschichte", Đokovićs Vater erklärt ihn zu "Jesus".

Ex-ORF-Generalintendant Teddy Podgorski kommt diese Sache bekannt vor. Er war ORF-Sportchef, als der beste Abfahrer der Welt, Karl Schranz, die Spiele 1972 in Sapporo verlassen musste. Wegen einer Lappalie: Ein Foto zeigte ihn mit einem "Aroma-Kaffee"-Werbeaufdruck. Damit war er Profisportler und nicht für Olympia zugelassen. Auch damals gingen Tausende für ihn auf die Straße, André Heller sang eine Schranz-Hymne. Podgorski erinnert sich:

Falter: Herr Podgorski, in Serbien lodert wegen des Falls Đoković der Nationalstolz, 1972 erlebte Österreich mit Karl Schranz

Ähnliches. Ist Đoković der heutige Schranz?

Podgorski: Das ist

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  818 Wörter       4 Minuten

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