Was würde Sokrates tun?

In der Pandemie suchen viele Hilfe. Manche gehen mit ihren Problemen zum Philosophen

KATHARINA KROPSHOFER
Stadtleben, FALTER 04/22 vom 26.01.2022

Foto: Heribert Corn

Der Wiener Wasserleitungsweg ist eine verkannte Sehenswürdigkeit. Ein Trampelpfad führt durch die Weinstöcke, das Bankerl weist auf das nahe Baden. Cornelia Mooslechner-Brüll ist aber nicht fürs Naturerlebnis oder die Aussicht hier. Sie hilft ihren Wegbegleitern bei nichts Geringerem als der Frage: "Führen Sie das Leben, das Sie führen wollen?"

Die 44-Jährige ist praktische Philosophin, Spaziergänge sind Teil des Jobs. Reize wie der kalte Wind helfen. Nicht, um übers Wetter zu reden, eher über Petitessen wie die Trennung zwischen Geist und Körper. 2016 hat Cornelia Mooslechner-Brüll ihre philosophische Praxis aufgesperrt. Kurz davor haben sie und rund 22 andere Studenten als Erste den gleichnamigen, postgraduellen Lehrgang an der Uni Wien abgeschlossen - der einzige dieser Art.

Gerade die Pandemie bescherte Menschen persönliche Krisen. Bei vielen schlug sie sich auf die psychische Gesundheit: In Österreich stieg die Zahl der Depressionen und Angsterkrankungen laut einer Studie

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  858 Wörter       4 Minuten

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