Willkommen im Impfloch

Die Infektionszahlen gehen rauf, die Impfzahlen runter. Ein Besuch im Wiener Amalienbad zeigt, wie Mediziner dennoch Erfolge haben können

NINA BRNADA
Politik, FALTER 04/22 vom 26.01.2022

Foto: Heribert Corn

In der Früh stand eine Frau vor der Impfstraße Amalienbad und weinte. Mit ihr kam ein kleiner Hund. Sie wollte alleine mit einem Arzt sprechen, sagte sie den Security-Mitarbeitern vor der Tür. Also ging Philipp Sabanas raus zu ihr. Ob ihrem Herzen nichts passieren würde, wenn sie sich impfen lasse, wollte sie wissen. Sie sei sich nicht sicher, ihr Mann sei sehr dagegen. Sabanas riet ihr, erst den Hund nachhause zu bringen und dann noch einmal zu kommen, er warte auf sie - "immer mit der Ruhe". Und jetzt sitzt er wieder da auf seinem Barhocker und wartet in aller Ruhe, ob sie wiederkommt. "Schau' ma mal."

Seine Notarztkluft umgibt eine Aura von Autorität und Zuversicht. Seine Augen über dem Saum der einschnürenden Maske haben etwas noch Eindringlicheres, als Doktoraugen ohnehin haben. Heute berät er Impflinge im Amalienbad, derzeit eine der Wiener Impfstraßen.

Dieser Mittwochmorgen um sieben Uhr, als Philipp Sabanas seinen Dienst antritt, sieht aus wie die tiefe Nacht. Um zwölf Uhr

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  1047 Wörter       5 Minuten

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