Ein Rohr als Faustpfand

Die russische Nord-Stream-2-Pipeline ist in der Ukraine-Krise endgültig zum Politikum geworden. Auch wenn Österreich das nicht erkennen will

EVA KONZETT
Politik, FALTER 05/22 vom 02.02.2022

Politiker sagen mitunter Sätze, die für das Publikum bestimmt sind. Sie sagen Sätze, die genau dieses nicht hören darf. Und manchmal gehen ihre Sätze einfach an der Realität vorbei. So wie dieser Satz von Bundeskanzler Karl Nehammer.

Vergangene Woche hat EU-Ratspräsident Charles Michel Wien besucht. Es ging, wie oft in diesen Tagen, um das russische Säbelrasseln an der ukrainischen Grenze. Seit Wochen lässt der russische Präsident Wladimir Putin Truppen dahin verlegen, 100.000 Soldaten, zehn Bataillone schon, Züge fahren Raketenabwehrsysteme hinterher. Sogar der UN-Sicherheitsrat hat sich schon mit der drohenden Kriegsgefahr im Osten Europas befasst.

Und da sagte Nehammer mit Blick auf Nord Stream 2: "Eine Gaspipeline - eine von vielen - ist mit Sicherheit kein beeindruckendes Sanktionsszenario."

Nur, das stimmt so nicht.

Nord Stream 2, das ist eine 1230 Kilometer lange, zehn Milliarden Euro teure Gasleitung, die von der russischen Luga-Bucht ins deutsche Lubmin bei Greifswald führt.

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  829 Wörter       4 Minuten

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