Dolm

Maturantinnen und Maturanten wollen heuer nicht mündlich antreten

Politik, FALTER 05/22 vom 02.02.2022

Vor zwei Jahren fiel sie aus, wegen Corona. 2021 ebenfalls. 2022 soll es sie wieder geben: die verpflichtende mündliche Matura. So hat es Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) kurz nach den Weihnachtsferien angekündigt. Darüber könnte man sich freuen, als einen Schritt zurück in die "alte Normalität". Ein Teil der angehenden Maturantinnen und Maturanten sieht das anders. Sie protestieren. Getragen werden die Demonstrationen von der SPÖ-nahen Aktion kritischer SchülerInnen (AKS), was naheliegend ist. Der Minister kommt von der ÖVP.

Aber was ist wirklich so schlimm daran, heuer mündlich anzutreten? Ihre Jahrgänge seien die bisher am schwersten von der Pandemie betroffenen, argumentieren die Schüler. Sie mussten die sechste, siebente und achte AHS-Klasse im Corona-Modus absolvieren. Stimmt schon, aber dafür kommt man ihnen auch entgegen. Die Note der Abschlussklasse wird ins Maturazeugnis miteingerechnet, für die Vorwissenschaftliche Arbeit wurde die Abgabefrist um eine Woche verlängert, für die schriftliche Matura gibt es eine Stunde mehr Zeit, und bei der mündlichen Matura wird der Stoff um ein Drittel gekürzt. Das schafft ihr schon!

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