JAZZ Tipp

Für Jazzfans und Soundfetischisten

SEBASTIAN FASTHUBER
Lexikon, FALTER 06/22 vom 09.02.2022

Manchmal braucht gut Ding tatsächlich Weile. Der Wiener Musiker Peter Rom (Jg. 1972) ist als Gitarrist und Komponist sowie Mitbegründer der Jazzwerkstatt seit gut 20 Jahren ein Aktivposten und eine wichtige Stütze der regen hiesigen Jazz-und-anders-Szene. Er spielt in zahlreichen Ensembles, aktuell etwa bei Synesthetic 4. In den Nullerjahren erschienen mehrere Alben des Peter Rom Trio, generell drängt sich der Musiker, der am Berklee College of Music studiert hat, jedoch nicht in die erste Reihe.

Für sein Solodebüt hat er sich lange Zeit gelassen. "Wanting Machine" ist schließlich vergangenen Herbst erschienen. Es ist so ziemlich das Gegenteil einer eitlen Einzel-Show geworden. Rom hat die Stücke für und mit befreundeten Musikern wie Dorian Concept, Lukas König, Clemens Wenger oder Sixtus Preiss erarbeitet.

Trotz der Beteiligung vieler Player entwickelt das Album einen wunderbaren, psychedelisch-ruhigen Fluss. Das liegt auch an der ausgefuchsten Sound-Architektur, selten nur klingt Jazz so gut wie auf "Wanting Machine". Es wird spannend, wie Rom die Live-Umsetzung anlegt. Bei der nachgeholten Albumpräsentation im Porgy &Bess steht er im Quartett mit Pamelia Stickney (Theremin), Manu Mayr (Bass) und Julian Sartorius (Schlagzeug) auf der Bühne.

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