Der Fall einer Diva

Jahrelang unterstützte die Starsopranistin Anna Netrebko den russischen Machthaber Wladimir Putin. Nach Russlands Angriff auf die Ukraine will sie jedoch immer schon unpolitisch gewesen sein

PORTRÄT: MIRIAM DAMEV
Feuilleton, FALTER 10/22 vom 09.03.2022

Anna Netrebko ist verstummt. Um die Starsopranistin, die sonst keine Gelegenheit auslässt, ihr Leben auf Instagram zu teilen, ist es schon seit Tagen ruhig geworden. Ihre Stellungnahme zum Krieg Russlands gegen die Ukraine hat sie gelöscht. Ebenso das Trotzfoto mit ihrem Entdecker Valery Gergiev. Nachdem internationale Orchester und Opernhäuser den russischen Dirigenten aufgrund seiner Nähe zum russischen Machthaber Wladimir Putin fallengelassen hatten, sagte Netrebko alle Konzerte für die kommenden Monate ab. Es sei nicht die richtige Zeit für sie, aufzutreten und zu musizieren, ließ sie über ihren Konzertveranstalter verlautbaren.

Wenige Tage zuvor war ein öffentlicher Streit über ein Statement vom 27. Februar entbrannt, in dem sich die russisch-österreichische Opernsängerin vom Krieg in der Ukraine zwar distanzierte, zugleich aber in den sozialen Medien über den Druck auf ihre Person klagte. Es sei nicht richtig, Künstler oder andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens

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  1470 Wörter       7 Minuten

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