"Putin ist mein größter Feind"

Die Künstlerin Anna Jermolaewa kümmert sich um Kriegsflüchtlinge und eröffnete ihre Schau "Chernobyl Safari" im Mak

Feuilleton, FALTER 11/2022 vom 16.03.2022

Mit Wildtierkameras nahm Anna Jermolaewa die Pferde, Rehe oder W lfe auf, die rund um das Atomkraftwerk Tschernobyl eine Heimat fanden (Foto: Anna Jermolaewa)

Die Wildpferde gedeihen prächtig in der Todeszone. 1998 siedelte die ukrainische Naturschutzbehörde 30 Exemplare der seltenen Przewalski-Pferde im Sperrgebiet rund um das Atomkraftwerk Tschernobyl an. Die Population konnte ihren Bestand seither vervierfachen.

Fotos dieser Herden sind in der jetzigen Ausstellung von Anna Jermolaewa im Museum für angewandte Kunst (Mak) zu sehen. "Ein Taxifahrer in Kiew hat mir 2014 vom Tierparadies Tschernobyl erzählt", erinnert sich die Künstlerin. Wie wäre es mit einer Fotosafari in der Zone?, dachte sie damals.

Aber Jermolaewa reichten die Bilder nicht, die sie selbst vor Ort schoss. Sie fand es faszinierend, dass es den Wildtieren auf dem verseuchten Terrain so gut ging. Gemeinsam mit einem Zoologen installierte die Konzeptkünstlerin daraufhin Kameras mit Bewegungsmeldern. Das Video ihrer Schau "Chernobyl Safari" zeigt Pferde, Hirsche, Wölfe und viele andere Tiere.

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