KINDERTHEATER Kritik

Osterhase auf Mission

SARA SCHAUSBERGER
Lexikon, FALTER 13/22 vom 30.03.2022

Ein Regenwurm kriecht über die saftig grüne Wiese. Ein Dachs, ein Eichhörnchen, ein Schmetterling: Alle Tiere freuen sich über den Frühling, nur der Osterhase ist im Stress. Er muss noch viele, viele Eier bemalen.

Erstmals bringt das Figurentheater Lilarum ein eigenes Osterstück auf die Bühne. Geschrieben und gestaltet hat es Traude Kossatz, die Gründerin und künstlerische Leiterin des Theaters. In "Der Osterhase im Zoo" taucht neben dem Hasenbau ein seltsames großes Ei auf. Ein Krokodilbaby schlüpft raus. Und weil ein Krokodil auf einer Frühlingswiese auf Dauer verloren ist, soll es zu seiner Mama in den Zoo gebracht werden.

Der Spielstil des Lilarum ist eigenwillig. Stabpuppen bewegen sich durch ein wandelbares Bühnenbild. Die Musik und die Stimmen kommen vom Band, bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler sprechen sie ein. Dieses Mal waren Dorothee Hartinger, Grischka Voss, Andy Hallwaxx, Sven Kaschte und Walter Mathes mit an Bord.

Super, dass es jetzt ein Osterstück im Lilarum gibt, auch wenn es wenig mit Ostern zu tun hat. Die Inszenierung für Kinder ab drei Jahren ist entzückend, vor allem, wenn das Krokodilbaby den Osterhasen Mama nennt und die beiden eine Nacht bei einer hilfsbereiten Rattenfamilie im Kanal verbringen.

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