Kommt Putin vor Gericht?

Trotz Hinweisen auf Kriegsverbrechen in der Ukraine könnte eine Anklage gegen den russischen Präsidenten schwierig werden

NINA HORACZEK
Politik, FALTER 15/22 vom 13.04.2022

Er nannte sich "Caesar". Jener Militärfotograf der syrischen Armee, der zwischen 2011 und 2013 heimlich die Leichen von Ermordeten in syrischen Gefängnissen fotografierte.

Nach seiner Flucht halfen die 50.000 Bilder, die Caesar aus Syrien nach Europa schmuggelte, die Opfer des Diktators Baschar al-Assad zu identifizieren und die Kriegsverbrechen zu dokumentieren.

"Wenn ich Bilder sehe, auf denen Menschen in Zivilkleidung mit gefesselten Händen tot auf der Straße liegen, dann ist das schon ein massives Indiz dafür, dass es sich um Kriegsverbrechen handeln könnte", sagt der Völkerrechts-und Menschenrechtsexperte Manfred Nowak im Gespräch mit dem Falter.

Im Krieg sind Angriffe auf die Zivilbevölkerung völkerrechtlich verboten. Um einen solchen Angriff allerdings als Kriegsverbrechen qualifizieren zu können, muss nachgewiesen werden, dass es sich um ein vorsätzliches Verbrechen handelt. Wird etwa eine Geburtsklinik bombardiert wie in Mariupol, in der gerade Frauen ihre Babys zur Welt

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  922 Wörter       5 Minuten

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