Charim: Einwurf

Fritz Bauer. Justiz und NS-Herrschaft

ISOLDE CHARIM
Falter & Meinung, FALTER 18/22 vom 04.05.2022

Im bombastischen Foyer des Wiener Justizpalastes findet sich derzeit die Ausstellung: "Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht". Der hierzulande nicht so bekannte Fritz Bauer war ein von den Nazis verfolgter jüdischer, sozialistischer Jurist, der 1949 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrte. Als Generalstaatsanwalt wurde er zum wichtigsten deutschen Juristen der Nachkriegszeit. Sein Name ist verknüpft mit den "Auschwitz-Prozessen" gegen SS-Wachmannschaften in den 1960er-Jahren.

Die Ausstellung richtet sich aber nicht nur an Experten. Zum einen, weil dieser Staatsanwalt eine ungewöhnliche gesellschaftliche Funktion übernommen hatte. Für gewöhnlich sind Staatsanwälte nicht gerade die ideale Besetzung für die Rolle des Helden. Des Reformers. Des Kämpfers für eine Liberalisierung von Sitten und Demokratie.

Das machte Fritz Bauer zu einer - in der BRD raren - Ausnahmefigur. Zum anderen aber wird hier eine Frage verhandelt, die von gesamtgesellschaftlichem Interesse

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  559 Wörter       3 Minuten

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