Gelesen Bücher, kurz besprochen

Nennen wir es Austrofaschismus

BARBARA TÓTH
Politik, FALTER 19/22 vom 11.05.2022

Austrofaschismus? Kanzlerdiktatur? Dollfuß-Schuschnigg-Regime? Semi-Faschismus? Autoritäre Diktatur? Was genau in Österreich in den Jahren von 1933 bis 1938 politisch passierte, ist erforscht. Wie man diese Übergangszeit zum Nationalsozialismus nennen soll, wird hingegen unter Historikerinnen und Historikern bis heute diskutiert. Dass das keine rein akademische Debatte ist, zeigt das Beispiel Bundeskanzler Karl Nehammers. Frisch im Amt, verwendete er im Dezember 2021 in seinem ersten großen TV-Interview den Begriff "Austrofaschismus". Der Begriff, muss man dazu wissen, ist in der großkoalitionären Geschichtsschreibung eindeutig "rot", somit "links" konnotiert. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP), studierter Historiker, kommentierte Nehammers Wortwahl auch gleich ablehnend: Das sei ein Wording der "linken Reichshälfte".

Wie wollen wir es nun nennen? Diese Frage hat sich auch der Schweizer Historiker Carlo Moos gestellt und Expertinnen und Experten um Texte zu diesem Thema

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  271 Wörter       1 Minuten

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