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Stefan Rauter, Restaurant-Besitzer in Kärnten, schimpft nicht über Arbeitslose, sondern zahlt ordentliche Löhne

Politik, FALTER 20/22 vom 18.05.2022

Es gab einen großen Aufschrei, als eine Salzburger Gastronomin im Standard erklärte, sie müsse ihr Café schließen, weil sie kein Personal finde. Gleichzeitig verriet sie, dass sie bewusst nicht zum Arbeitsmarktservice gegangen sei, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, weil sie nur Leute einstellen will, die "von sich aus gerne arbeiten wollen". Auch den Lohn verriet sie in ihrer Jobausschreibung nicht.

Statt ihr Café zuzusperren, hätte der Dame einfach ein kurzer Blick nach Kärnten geholfen. Dort betreibt der Gastronom Stefan Rauter in St. Jakob im Rosental das Restaurant Francobollo. Weil der Restaurantchef dringend einen neuen Barmann brauchte, griff er tief in die Tasche und inserierte den Job mit einem Traumgehalt von 3200 Euro netto für fünf Arbeitstage. Und fand unter 40 Bewerbungen sofort einen neuen Top-Angestellten.

Damit der Rest der Belegschaft nicht grantig ist, überwies der Chef auch den übrigen Mitarbeitern im Restaurant eine Gehaltserhöhung. Wer gut zahlt, bekommt gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und falls jemand gerade auf Jobsuche ist: Der spendable Wirt aus Kärnten sucht noch Köche und Abwäscher.

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