"Bei Unrecht müssen wir Widerstand leisten"

Wie weit darf Aktivismus gehen? Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer über zivilen Ungehorsam, die Ausweitung der Demokratie und die Vormacht der Fossilen

INTERVIEW: KATHARINA KROPSHOFER
Politik, FALTER 25/22 vom 22.06.2022

Luisa Neubauer (26) organisierte 2019 die ersten Schulstreike von Fridays for Future in Deutschland mit. Seither engagiert sie sich in der Klimabewegung (Foto: APA/AFP/Ina Fassbender)

Es herrschte wieder einmal Aufregung: "Klimaaktivistin scherzt über Ökoterrorismus", titelte der deutsche Boulevard. Dabei hatte Luisa Neubauer bloß den Bau der EACOP-Ölpipeline an der Ostküste Afrikas kritisiert und laut darüber nachgedacht, "wie man eine Pipeline in die Luft jagt". Was vielen nicht klar war: Sie meinte das gleichnamige Buch des schwedischen Autors Andreas Malm. Wenn Klimaschutz weiterhin nicht ausreichend geschehe, legitimiere das Sabotage, schreibt er darin. Der Falter traf Neubauer vergangene Woche am von Arnold Schwarzenegger organisierten Austria World Summit in der Wiener Hofburg.

Falter: Frau Neubauer, Sie sprechen von der Sabotage von Ölpipelines, in Österreich setzt Fridays for Future seit kurzem auch nicht mehr nur auf Demonstrationen, sondern auch auf das Blockieren von Baustellen oder Straßen. Die Aktivisten nennen es "zivilen Ungehorsam". Wieso braucht es diese radikalen Schritte?

Luisa Neubauer: Ich habe über eine Pipeline gesprochen, die noch gar

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