Wie werden wir in Zukunft satt?

Vollspaltenböden, Gentechnik, Pestizide: Ist die industrialisierte Landwirtschaft am Ende, oder wäre ihr Ende Selbstmord? Darüber streiten die Buchautoren Matthias Krön und Timo Küntzle

Gerlinde Pölsler, Maria Motter, Raimund Löw
NATUR, FALTER 27/22 vom 05.07.2022

Die Kontrahenten: Donau-Soja-Gründer Matthias Krön und Publizist Timo Küntzle (Foto: Heribert Corn)

Ab Ende 2039 soll es in Österreich die umstrittenen Vollspaltenböden für Schweine nicht mehr geben. Das haben ÖVP und Grüne vergangene Woche verkündet. Ist das ein Zeichen eines Sinneswandels in der Landwirtschaft? Wie intensiv soll diese sein? Der Falter bringt zwei Landwirtschaftsexperten mit konträren Ansichten an einen Tisch.

Der eine bricht eine Lanze für Glyphosat, Gentechnik und Stickstoffdünger, der andere betont die Schäden, die die intensive Landwirtschaft hinterlässt. Der eine, Matthias Krön (53), war Manager in der Milchwirtschaft und hat später den Verein Donau Soja gegründet, der den gentechnikfreien Anbau von Soja in Europa fördert. Der andere, Timo Küntzle (47), ist auf einem Bauernhof in Baden-Württemberg aufgewachsen, hat Agrarwissenschaft studiert und arbeitet als Publizist. Beide haben vor kurzem Bücher veröffentlicht. „Landverstand“ hat Timo Küntzle seines genannt, „Eine Bohne rettet die Welt“ heißt jenes von Matthias Krön. Mit dem Falter diskutierten sie über von Pflanzen selbst erzeugte Gifte, dazulernende Biobauern und Insektenburger.

Falter: Die Regierung hat erklärt, dass die vieldiskutierten Vollspaltenböden in der Schweinehaltung ein Ablaufdatum bekommen sollen: Ende 2039. Ist das ein Grund zur Freude oder eine Hiobsbotschaft?

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  2795 Wörter       14 Minuten

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