Die Schrecken des Krieges: Fotos aus der Ukraine am Traunsee

NICOLE SCHEYERER
Lexikon, FALTER 29/22 vom 20.07.2022

Der Schäferhund spitzt die Ohren, über seinem Kopf wabert dunkler Rauch. Der ukrainische Reporter Maks Levin hat die russische Offensive gegen sein Land von Anfang an hautnah dokumentiert. Obwohl er unbewaffnet war und eine Pressejacke trug, wurde der 40-Jährige im März von einem russischen Soldaten getötet. Levins Aufnahmen sind jetzt beim Ausstellungsprojekt "Gmunden Photo" zu sehen, das dieser Tage zum zweiten Mal am Traunsee stattfindet. Die von Yana Barinova und Boris Ondreička kuratierte Schau präsentiert 17 Positionen, vor allem aus der Ukraine, aber auch einige österreichische (etwa von Anna Artaker, Rainer Hosch und Hans Schabus).

Fotografinnen wie Yelyzaveta Servatynska oder Evgeniy Maloletka halten die verheerenden Auswirkungen des Angriffs auf ihr Land und seine Opfer fest. Yana Franz kommt ursprünglich von der Mode-und Lifestylefotografie, widmet sich nun aber vor allem dem (Über-)Lebenswillen der jungen Generation. Mit digitaler Technologie und altem Handwerk beschäftigt sich Julia Beliaeva. Ihre 3D-Scans und Animationen erinnern unter anderem an die einstige Porzellanherstellung in ihrer Heimat.

Die in der Ausstellung gezeigten Videobeiträge stammen vom alternativen Internet-TV-Sender Hromadske, der seit der Protestbewegung Euromaidan 2014 kritisch über die politischen Entwicklungen berichtet.

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