Seinesgleichen geschieht: Der Kommentar des Herausgebers

Wien Energie: Geht dem Roten Wien der Saft aus?

Die Stadt Wien macht beiden Problemen ihrer Tochter Wien Energie gar keine gute Figur

Armin Thurnher
Falter & Meinung, FALTER 35/22 vom 31.08.2022

Fantastisch war nicht nur die Meldung selber, sondern auch ihr sogenanntes "Wording". Dieser Anglizismus hat mich je schon an "Worming" erinnert, und die ersten Tweets der Wien Energie kamen solchem "Sichwinden" verdammt nahe: Wien Energie braucht Geld, um an "den Börsen" jenes Geld zu hinterlegen, das die Verträge und die abrupt gestiegenen Börsenpreise erfordern.

Es mag zutreffen, dass Wien Energie sich nach herkömmlichen börsenkapitalistischen Kriterien nichts zuschulden kommen ließ; man handelt eben an den (Energie-)Börsen und unterliegt dann den Gesetzen dieser Börsen (Seite 12). Auch wenn man dabei konservativ vorgeht, geht es naturgemäß um Wetten auf künftige Ereignisse, und um diese abzusichern (ganz geht das eh nicht, sonst wären es ja keine Wetten), muss man, wenn die Wetten schiefgehen, ordentlich zahlen.

Dass dies unter "gemäßigtes Zocken" oder "comme il faut" ressortiert, wenn nicht gar unter "sozialdemokratisches Investieren", also im Rahmen des Üblichen stattfindet,

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  932 Wörter       5 Minuten

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