„Der Journalismus arbeitet auf Twitter gegen sich selbst“

Sollen sich Journalisten aus sozialen Medien zurückziehen, weil sie dort mehr Schaden anrichten, als der Debattenkultur etwas Gutes tun? Der deutsche Medienwissenschafter Stephan Weichert rät dringend dazu

Florian Klenk
MEDIEN, FALTER 37/22 vom 13.09.2022

Foto: Bertram Solcher

Journalismus muss die sozialen Medien fluten, Journalisten sollen auch twittern und posten und mit Usern kommunizieren: das war das Credo der letzten Jahre. Doch ist das immer noch so, wenn sich die Krisen überlappen und die Lage unübersichtlich wird? Sollte der Journalismus nicht besser wieder langsamer werden statt „sofortistisch“ und „aktivistisch“?

In einem soeben erschienenen lesenswerten Sammelband („Resilienter Journalismus. Wie wir den öffentlichen Diskurs widerstandsfähiger machen“, Halem Verlag) beschäftigen sich Medienschaffende mit der Zukunft des Journalismus in Zeiten der sich überlagernden Krisen. Den programmatischen Einleitungstext schrieb der Kommunikationswissenschafter, Publizist und Filmemacher Stephan Weichert. Er leitet das VOCER Institut für Digitale Resilienz, einen gemeinnützigen unabhängigen Think Tank, der Forschung betreibt, Medienunternehmen berät sowie Workshops und Akademien für Medienschaffende zur digitalen Transformation anbietet.

Falter: Herr Weichert, Sie raten uns Medienleuten dazu, Twitter zu verlassen, weil wir uns selbst zerstören. Woher kommt Ihre Sorge?

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  2556 Wörter       13 Minuten

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