Dolm

Mesut Can Eray passt Frauen auf der Straße ab, um sie vorzuführen. Die Polizei hat ihn im Visier

Politik, FALTER 38/22 vom 21.09.2022

Auf den ersten Blick wirkt das, was der österreichisch-türkische Influencer Mesut Can Eray macht, harmlos: Mit einem Mikrofon in der Hand spricht er auf dem Stephansplatz eine junge Asiatin an. "Dreh dich um", fordert er sie auf Englisch auf. Danach erst beginnt der erniedrigende und sexistische Teil, den die Frau nicht versteht. Auf Türkisch fragt Eray sie, ob sie sich nicht schäme, wohl wegen ihres knappen Oberteils. Dann schüttelt er sein Hosenbein und sagt: "Ich glaube, ich bin gerade gekommen." Der Clip dauert 36 Sekunden, angeklickt wurde er 3,2 Millionen Mal. Eray ist eine dreckige Nummer auf Social Media, allein auf Youtube hat er 1,2 Millionen Follower. In einem seiner früheren Videos passt er Mädchen auf Wiener Straßen und in Parks ab und fragt sie, wann sie ihr erstes Mal hatten (1,2 Millionen Aufrufe); in einem anderen Beitrag bot er Frauen 50 Euro an, wenn sie ihn oral befriedigen würden (2,4 Millionen Aufrufe). Ein Twitter-User hat die Beleidigungen des Influencers der Polizei gemeldet. Die türkische Community geniere sich für Eray, sagt der türkischstämmige Favoritner SPÖ-Bezirksrat Muhammed Yüksek, "weil man so nicht mit Frauen umgeht".

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