Marco Pogo: Hofburg und Malz

Dominik Wlazny war schon Mediziner, Punkrocker, Bierbrauer und Lokalpolitiker. Jetzt will er Bundespräsident werden. Warum eigentlich?

PORTRÄT: MAGDALENA RIEDL
Politik, FALTER 39/22 vom 28.09.2022

Kandidat Wlazny: die Präsidentschaftswahl als Probelauf für eine Kandidatur für den Nationalrat? (Foto: APA/Florian Wieser)

Dominik Wlazny trägt Sakko über schwarzen Skinny-Jeans mit Knieschlitzen. Um ihn scharen sich rund 80 Leute, manche sichtlich aufgeregt, andere skeptisch-neugierig. Wlazny signiert Bücher und knipst Selfies. Sein Kamerateam hält drauf.

Es ist der 9. September, und auf dem Platz der Menschenrechte im siebten Bezirk hat Dominik Wlazny soeben seine neun Wahlplakate vorgestellt. Selbst geleimt, mit Themen, die dem 35-Jährigen aber - wie er es formuliert - wichtig sind. Gender-Pay-Gap, Tierschutz, erneuerbare Energien, Altersarmut. Die zerrupfte Hose erinnert an seine Zeit als Punkrocker Marco Pogo.

"Wo ein Wille, da Promille", damit hatte Wlazny bei der Wien-Wahl 2020 geworben. Mit Vokuhila und Michael-Häupl-Tätowierung auf dem Oberschenkel. Der ehemalige Wiener Bürgermeister trägt da Irokese. Spaßpolitiker oder Reformgeist? Sozialpolitischer Underdog oder Träumer? Wer ist der Mann eigentlich?

"Er war kein Revolutionär", sagt sein ehemaliger Klassenvorstand. "Er ist ein Politpunk",

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