Stadt essen Seele auf

Beim Kurpark Oberlaa fahren Bulldozer auf, in Rothneusiedl entsteht die nächste Seestadt Aspern. Auf dem Spiel stehen die letzten Dorfkerne und Gemüseäcker Wiens und die Kernfrage der Stadtplanung: Wohin sollen wir noch wachsen?

Maik Novotny
STADTLEBEN, FALTER 44/22 vom 01.11.2022

Vorne Dorf, hinten Stadt: Wo man heute vom Oberlaaer Feld auf den Laaerberg schaut, könnten bald 25 Meter hohe Häuser stehen (Foto: Heribert Corn)

Kürbisse in Orange und Gelb, Paprika und Äpfel in Rot, Petersilie und Suppengrün. Das meiste aus lokalem Anbau, geerntet vom Feld ums Eck. Den Oberlaaer Dorfmarkt gibt es zwar erst seit drei Jahren, aber erfolgreich: Am Samstag schieben einander Dutzende Besucher aller Generationen durch diesen malerischen Hinterhof.

Einer der Stände führt weder Eingemachtes noch Hirschwürstl, hier steht ein Modell aus Karton, etwa eineinhalb Meter lang. „Mah schau, ein Fahrradspielplatz“, ruft ein Bursche einem anderen zu. Sehr grün ist der Entwurf, liebevoll gesetzte Bäume, ein kleines Zelt, Spielflächen, wenige Häuser, nur ein einsames Styroporhochhaus.

Dahinter steht Richard Stocker, ein sanftmütiger Mann, der sich vor gut vier Jahren nicht mehr anders helfen konnte, als eine Bürgerinitiative „Lebensraum Oberlaa“ zu gründen.

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