Die Schande von Katar

Die Fußball-WM in Katar ist der größte Sündenfall des Weltfußballs. Die korrupte Vergabe, die geknechteten Arbeiter, die sinnlosen Bauten. Acht Gründe, warum der Falter nicht über dieses Turnier berichten wird

Lukas Matzinger
POLITIK, FALTER 46/22 vom 15.11.2022

Der Bau des Finalstadions in der Planstadt Lusail bei Doha im Jahr 2019 ist ein Sinnbild für die perverse Wüsten-WM (Foto: Eurasia Sport Images/dpa Picture Alliance/picturedesk.com)

Wenn sogar Sepp Blatter die WM in Katar einen „großen Fehler“ nennt, weiß man, wie viel da schiefgelaufen sein muss. Der Präsident des Weltfußballverbands FIFA war zeit seines Amtes von 1998 bis 2016 des Amtsmissbrauchs, der Korruption und Veruntreuung verdächtig. Das Turnier in Katar nennt heute aber selbst er einen „Irrtum“. Der in allen Belangen ungeeignetste Bewerber hat 2010 den Zuschlag als Veranstalter bekommen.

Allen Enthüllungen über Ausbeutung und Korruption zum Trotz wird ab Sonntag eine Fußball-WM im Winter in der Wüste auf einen Schlag die Albträume von Fußballromantikern, Kapitalismuskritikern und Klimaaktivisten wahrmachen. Von diesem Turnier wird bleiben, dass man mit Geld wirklich alles kaufen kann. Als bisher teuerste WM gilt die in Brasilien 2014 mit 15 Milliarden Dollar. Katar soll 220 Milliarden ausgegeben haben.

Der Falter hat sich dazu entschlossen, nicht weiter über die Wüsten-WM zu berichten. Keine Wuchtelwette zum Mitmachen, keine Rasenhasen zum Anschauen, keine lustigen Spielzusammenfassungen. Nichts spricht für dieses Turnier, mindestens acht Gründe dagegen. Dass das österreichische Nationalteam es nicht nach Katar geschafft hat, ist übrigens keiner davon.

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