Schmaler Po: Italiens Problemzone

BENEDIKT NARODOSLAWSKY
Lexikon, FALTER 47/22 vom 23.11.2022

Die heurige Dürre machte Italien zu einem Brennpunkt der Klimakrise. Das Land erlebte den trockensten Sommer seiner Geschichte. Italiens längster Fluss -der Po -führte so wenig Wasser wie seit 70 Jahren nicht mehr, an seiner Mündung drang Meerwasser kilometerweit ins Flussbett vor. Falter-Fotograf Christopher Mavrič machte sich von Wien aus auf in den Norden Italiens, um eine Region zu dokumentieren, die hart getroffen wurde.

Das Po-Delta zählt zu jenen Gegenden, in denen die Artenvielfalt besonders hoch ist. Gleichzeitig gerät hier die Landwirtschaft immer weiter unter Druck. Früher machten die Menschen das einstige Sumpfgebiet urbar, heute schlägt die Natur zurück. Neben der Dürre plagt die Landwirte in der fruchtbaren Po-Ebene auch das Meerwasser, das sich immer weiter in die malerische Landschaft frisst, dabei die Böden versalzt und einen Teil der Ernte vernichtet.

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