Sascha sagte immer: "Wir fahren auf keinen Fall nach Wien"

2006 vergiftete der russische Geheimdienst den ehemaligen Offizier Alexander Litwinenko in London mit radioaktivem Gift. Seither kämpft seine Witwe um den Ruf ihres Mannes. Jetzt führt das Burgtheater ihre Geschichte auf

TESSA SZYSZKOWITZ
Politik, FALTER 48/22 vom 30.11.2022

Marina Litwinenko bekam 2001 politisches Asyl in England. Sie kämpft dafür, dass das Schicksal ihres ermordeten Mannes Alexander Litwinenko nicht vergessen wird (Foto: Susannah Ireland)

Auf dem Weg zum Friedhof bleibt Marina Litwinenko am Boris-Nemtsov-Platz stehen. Dass dem 2013 in Sichtweite des Kreml in Moskau erschossenen russischen Oppositionellen Nemtsov in diesem Herbst ein Platz in London gewidmet wurde, freut die 60-jährige Exilrussin ganz besonders. "Es zeigt, wie sehr sich die britisch-russischen Beziehungen verändert haben", sagt sie. Heute werden in Großbritannien nicht mehr Putin-Freunde wie Roman Abramowitsch umworben. Es werden die Putin-Feinde geehrt.

Das kann Marina Litwinenko persönlich bezeugen. "Ich selbst bin immer gut behandelt worden", sagt sie in ihrem vorsichtigen Englisch, "aber es hat sehr lange gedauert, bis die Geschichte meines Mannes richtig eingeordnet wurde."

Die Witwe Litwinenko hat dafür gekämpft, dass das Schicksal ihres Mannes Alexander Litwinenko nicht vergessen wird. Der ehemalige FSB-Offizier war 2006 in einem Londoner Spital an einer tödlichen Dosis des radioaktiven Gifts Polonium-210 gestorben. Die Bilder gingen damals um

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