„Am schwierigsten ist es, wenn jemand sagt: Mach, was du willst!“

Er hat den Nachwuchs-Nestroy gewonnen und erobert Netflix sowie die Kinos in den USA. Am Burgtheater erklimmt Felix Kammerer jetzt den „Zauberberg“. Ein Gespräch über Emotionalität, Kopflastigkeit und eine internationale Karriere

Martin Pesl
FALTER:WOCHE, FALTER 04/23 vom 24.01.2023

Sein Privatleben ist für den 27-jährigen Schauspieler tabu: „Die interessanten Dinge sind eh die, die den Beruf betreffen“ (Foto: Heribert Corn)

Im Sommer 2020 saß Felix Kammerer zwei Wochen lang in einem Glaskubus in Litschau und las Bücher, als Teil des Isolationsprojekts „Bitte nicht berühren“ der Gruppe KollekTief. Burgschauspieler war der 1995 geborene Wiener damals schon. Zweieinhalb Jahre später sitzt er als Nestroy-Preisträger und angehender Filmstar in einem Probenraum im Arsenal.

Neben der regen Ensembletätigkeit hat Kammerer zuletzt die Hauptrolle in der Erich-Maria-Remarque-Verfilmung „Im Westen nichts Neues“ gespielt und eine Netflix-Serie mit Shawn Levy („Stranger Things“) abgedreht. Mit dem Falter sprach der 27-Jährige über den ungeliebten Status des jungen Wilden, sein Prinzip, nichts über sein Privatleben preiszugeben, und die Neuproduktion „Der Zauberberg“, die am 28. Jänner im Burgtheater ihre Premiere erlebt.


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Falter: Herr Kammerer, Sie kennen durch die Pressearbeit für die Netflix-Produktion „Im Westen nichts Neues“ Masseninterviews mit zehn Fragenden innerhalb von zehn Minuten. Wie ungewohnt erscheint Ihnen unser Setting?

Felix Kammerer: Es ist eine Ausnahme, so viel Zeit und Ruhe zu haben. Wir sprechen im Anschluss an eine Probe miteinander, nicht in einem Hotelkonferenzzimmer, es ist schön analog. Ich habe aber festgestellt, dass man auch in sehr kurzer Zeit gute Gespräche führen kann. Diese Medienaufmerksamkeit im Rahmen von „Im Westen nichts Neues“ war respekteinflößend und gewöhnungsbedürftig. Aber nach einer gewissen Zeit lernt man, dass es nicht so anders ist als am Theater, nur knapper, effizienter und viel, viel mehr.

Aktuell proben Sie „Der Zauberberg“. Der Roman von Thomas Mann hat tausend Seiten. In der Fassung für die große Burgtheaterbühne spielen nur vier Personen mit. Wie funktioniert das?

Kammerer: Der Regisseur Bastian Kraft hat ein tolles Konzept gebaut. Wir alle teilen uns die Hauptperson Hans Castorp, die anderen Figuren, auch von uns vieren gespielt, werden vorher auf 14 Videos aufgezeichnet. Das hat Bastian ja schon öfter so gemacht, etwa in „Dorian Gray“, jetzt ist es einfach ein bisschen größer.

Die Interaktion mit vorgefertigten Videos schränkt das Spiel auf der Bühne stark ein. Liegt Ihnen das strenge Korsett?

Kammerer: Ich mag es, wenn man auf der Bühne, ähnlich wie beim Sprechen von Lyrik im Versmaß, eine bestimmte Form einhalten muss, innerhalb derer man wiederum versucht, Freiheiten zu finden. Am schwierigsten ist es, wenn jemand sagt: ,Mach, was du willst!‘“

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Im „Zauberberg“ und in „Im Westen nichts Neues“ geht es um den Ersten, in der Serie „All the Light We Cannot See“ um den Zweiten, in dem Stück „Reich des Todes“ um den Irakkrieg. Wollen Sie uns mit dieser Rollenwahl etwas sagen?

Kammerer: Meine Freunde fragen mich gerade eher, ob das Schicksal mir etwas sagen will. Ich habe mir die Stoffe nicht ausgesucht, und langsam habe ich das Thema Krieg auch künstlerisch abgefrühstückt. Traurigerweise verliert es aber auch nicht an Aktualität. Das bestätigt einen in der Beschäftigung damit, ernüchternd ist es trotzdem.

Sind Sie durch Ihre Arbeit inzwischen Militärexperte geworden?

Kammerer: Zwangsläufig kenne ich mich durch die Beschäftigung mit den Kriegen in den verschiedenen Epochen sehr gut aus mit Waffensystemen, Taktiken, Truppenstärken, Propagandamechanismen. Aber auch emotional habe ich einen anderen Standpunkt als früher. Man liest in den Nachrichten, was wo wie vielen Leuten passiert ist. Diese Zahlen und Fakten rücken das Thema auf eine sehr sachliche Ebene, wodurch es einen gleich weniger tangiert. Ich hoffe, dass diese Kunstprodukte die Leute, anders als objektive Schilderungen, auf einer emotionalen Ebene abholen. Ein Film spricht die Seele an, sodass man ansatzweise spürt, was so eine Situation für die Betroffenen bedeutet. Im Ersten Weltkrieg wurden ganze Generationen zerstört, das passiert heute wieder.

Sie haben kürzlich den Nachwuchs-Nestroy gewonnen. Sehen Sie sich als „jungen Wilden“?

Kammerer: Ich wurde mal so bezeichnet, als ich 2019 bei den Salzburger Festspielen in „Sommergäste“ gespielt habe. Da waren Maresi Riegner und ich die „Jungen Wilden von der Pernerinsel“. Es ist schon ein seltsames Framing. Da wird der Anspruch gestellt, dass man die Konventionen bricht und mit alteingesessenen Strukturen aufräumt. Das zum Zwang zu machen, weil man so einen Titel trägt, ist ein bisschen lächerlich. Aber ja, ich bin die nächste Theatergeneration, das spüre ich auch.

Inwiefern spüren Sie es?

Kammerer: Die Reibungsflächen zwischen den Generationen gibt es auch in der Kunst. In Gesprächen mit befreundeten Künstlerinnen und Künstlern oder auch bei Proben merke ich, dass vieles für uns Jüngere nicht so selbstverständlich ist wie für die Älteren. Praktischerweise bin ich nicht mehr ganz unbedarft und kann mich daher mit anderen Meinungen anlegen.

An der jüngeren Schauspielgeneration wird oft ein Desinteresse am glaubhaften Darstellen von Menschen und ihren Emotionen auf der Bühne beobachtet. Sie hingegen agieren oft auch in Ihren Theaterrollen relativ „klassisch“.

Kammerer: Ich bin ja auch relativ klassisch ausgebildet worden. Diese Spielweise möchte ich nicht verteufeln. Bei manchen Themen, manchen Inszenierungen passt sie einfach am besten. Ich fühle mich aber in beiden Welten total wohl: ganz psychologisch Emotionen zeigen, aber auch – wie bei Elfriede Jelinek – eine Idee präsentieren und Fleisch gewordener Text sein. Diese Offenheit macht mir meinen Beruf leichter, denn dadurch finde ich nicht von vornherein 50 Prozent dessen blöd, was ich mache.

Ihre Eltern kommen aus der Oper. Wieso sind Sie nicht auch Sänger geworden?

Kammerer: Wahrscheinlich wollte ich einfach nicht genau dasselbe machen wie meine Eltern. Die Bühne hat mir aber gut gefallen. Also habe ich während des Gymnasiums angefangen, Theater zu spielen, im Jungen Ensemble Hörbiger. Allmählich wurde mir bewusst, dass das ja ein studierbarer Beruf ist, also habe ich während des Zivildienstes an der Ernst Busch in Berlin vorgesprochen und es hat sofort geklappt. Da es so schnell ging, kommt es mir manchmal vor, als wäre ich in den Beruf nur so reingerutscht. Hätte ich es x-mal probieren müssen, kann es gut sein, dass ich aufgegeben hätte.

Was wäre dann aus Ihnen geworden?

Kammerer: Als Gymnasiast wollte ich mal Physik studieren. In Mathe war ich furchtbar, aber in Physik hatte ich nur Einser und gab Nachhilfe. Ansonsten interessiere ich mich sehr für Dramaturgie und pumpe gern alle Rollen mit entsetzlich viel Untermaterial voll. In meinem Freundeskreis gibt es viele Dramaturginnen und Dramaturgen. Bei diesen Leuten fühle ich mich aufgehoben, weil sie so kopflastig sind. Es gefällt mir, in den sehr emotionalen Rahmen des Theaters etwas Analytisches, Rationales einzubringen.

Beim Performance-Projekt „Bitte nicht berühren“ in Litschau sperrten Sie sich im Sommer 2020 zwei Wochen in einen Glaskubus. Sie durften mitnehmen, was Sie wollten. Es waren Bücher. Was lesen Sie denn am liebsten?

Kammerer: Es macht mir Spaß, mich in jedes Projekt breit gefächert einzulesen. Ich weiß gar nicht, ob es ein Thema gibt, das ich noch nie angeschnitten habe. Über Querverweise kommt man vom Hundertsten ins Tausendste. Wenn wir zum Beispiel den „Zauberberg“ machen, lese ich mir ein Sachbuch über Zeitwahrnehmung durch, in dem ich über den Begriff von Zeit als etwas Göttlichem stolpere, dann bin ich bei Gott, dann in der Hölle, Verdammnis, Ewigkeit, dann bin ich wieder bei der Zeit …

Wie auf Youtube festhängen, nur analog?

Kammerer: Und nicht ganz so bequem. Ich kaufe jede Woche stapelweise Bücher. Es gibt aber auch welche, die ich bei fast jedem Projekt heranziehe. Eines heißt „Symbole“, das hat Kapitel zu verschiedensten Archetypen: hier drei Seiten zum Thema „Fisch“, da fünf Seiten zum „Tisch“. Darin wird kulturhistorisch-soziologisch beleuchtet, was ein Tisch ist, wie er entstanden ist und wie er in der Kunst verwendet wird. Beim „Zauberberg“ blättere ich da als Erstes zum Kapitel „Berg“.

Interessiert es Sie denn, selbst bei einem Projekt auf die verkopfte Seite zu wechseln?

Kammerer: Fände ich schon cool. Für Regie bin ich aber nicht gemacht. Mir fehlt der Überblick, mich um Bühne und Kostüme zu kümmern und darum, wer wann was wie spielt. Aber ich habe schon Freunden angeboten, sie bei freien Projekten dramaturgisch zu beraten. Das mache ich nämlich besonders gerne: zuschauen und sagen, was nicht stimmt.

Mit Freunden, das klingt nach KollekTief, der Gruppe um Alina Schaller und Anton Widauer, die „Bitte nicht berühren“ initiiert hat. Sind Sie da trotz Film und Burgtheater weiterhin dabei?

Kammerer: Mit diesem Team bin ich sehr eng verbandelt. Wir sind immer wieder im Austausch über zukünftige Projekte. Gerade ist es aber zeitlich echt schwierig.

Es gab damals Gerüchte, die fünf Mitwirkenden hätten ihre selbst verordnete zweiwöchige Isolation bei „Bitte nicht berühren“ letztlich gar nicht eingehalten. Mitglieder der Gruppe seien stattdessen fröhlich im Herrensee geschwommen, hieß es. Stimmt das?

Kammerer: Ohne Witz, außer zum Duschen waren wir ständig in diesen Kuben. Einmal haben wir bei einem starken Gewitter überlegt abzubrechen. Aber unser Sicherheitsteam hat bestätigt, dass es ungefährlich ist, also sind wir sogar da drinnengeblieben. Hand drauf!

Nach „Im Westen nichts Neues“ drehten Sie im Sommer eine weitere große Netflix-Produktion, die Serie „All the Light We Cannot See“ nach dem Roman von Anthony Doerr in der Regie von „Stranger Things“-Macher Shawn Levy. Wie war das?

Kammerer: Ich spiele einen jungen deutschen Soldaten, der abgestellt wird, um auf seinen Kollegen aufzupassen. Den Großteil der Szenen hatte ich mit Louis Hofmann und mit Jakob Diehl, den ich schon vom Schlachtfeld aus „Im Westen nichts Neues“ kannte. Shawn Levy ist sehr genau, aber auch supernett, gedreht wurde auf Englisch, und mehr möchte ich nicht verraten.

Sie selbst sind sehr perfektionistisch, was Sprache betrifft. Den Osnabrücker Dialekt für die Rolle in „Im Westen …“ haben Sie sich sorgfältig angelernt. Wie war es, bewusst „schlechtes“ Englisch sprechen zu müssen, also mit deutschem Akzent?

Kammerer: Es hat funktioniert, indem ich die Rolle mit dem ganzen Unterbau für mich gebaut und mir dann keinerlei Mühe gegeben habe, Englisch zu sprechen. So kam ein Ton raus, der für alle gepasst hat. Ob das bei anderen Rollen auch so funktionieren würde, bezweifle ich.

Als Wiener an der Berliner Schauspielschule haben Sie sich die österreichische Färbung in der Sprache komplett abtrainieren lassen. Wieso sprechen Sie auch abseits der Bühne „Deutsch-Deutsch“?

Kammerer: So richtig Dialekt habe ich ja nie gesprochen. Aber in Videos von vor zehn Jahren im Ensemble von Maresa Hörbiger habe ich eine klare Wiener Note. Da reißt’s mich. In Berlin war das schnell weg, weil ich mich damit wohler fühle. Es macht mich im Kopf schneller. Es ist ein bisschen, wie wenn man aus seiner Studi-Wohnung auszieht, sobald man anfängt zu arbeiten.

War es für Ihre Eltern seltsam, dass der Sohn plötzlich anders redet?

Kammerer: Meine Eltern sind beide nicht aus Wien, denen war das relativ egal. Eher kommen Freunde und fragen, warum ich mich gegen das Wienerische entschieden habe. Dabei war das gar nichts Bewusstes, es ist passiert. Es kann gut sein, dass ich in 20 Jahren voll Dialekt spreche.

Wie blicken Sie der Zukunft des Burgtheaters entgegen?

Kammerer: Ich bin hier angestellt, und natürlich verbinden mich die letzten dreieinhalb Jahre mit der jetzigen Direktion. Meine persönlich Meinung zu den aktuellen Entwicklungen ist aber relativ uninteressant. Ganz allgemein denke ich, dass es immer seltsam ist, wenn die Intendanz wechselt. Man braucht Zeit, sich aneinander zu gewöhnen, und wenn das Ensemble auseinandergerissen wird, ist das zwangsläufig für alle Beteiligten ein bisschen unangenehm. Gleichzeitig verstehe ich auch Leute, die sagen, dass es frischen Wind braucht.

Es hieß in letzter Zeit immer wieder, die Stimmung am Haus sei so schlecht.

Kammerer: Ich weiß natürlich nicht, was die Leute, die das finden, für Erfahrungen gemacht haben, denn es ist ja auch nicht bekannt, wer sie sind. Insofern kann ich mich dazu gar nicht äußern. Mir persönlich ist es hier gut ergangen.

Ist das Jonglieren zwischen Film und Ensemble schwierig?

Kammerer: Ja doch, weil ich – wieder einmal – beide Seiten verstehe. Das Theater ist meine Heimat, gleichzeitig habe ich bei „Im Westen nichts Neues“ extrem viel Spaß am Drehen gefunden. Diesen Spagat zwischen Routine und Experimentierfreude kennen viele in dieser Branche. Man möchte loyal sein, aber auch nicht stehenbleiben.

Streben Sie die hochkarätige internationale Filmkarriere aktiv an?

Kammerer: Soweit man die anstreben kann. Natürlich unterliegt man in diesem Beruf in großen Teilen dem Zufall. Ich habe eine deutsche Agentur, und seit kurzem bin ich auch bei einer britischen. Ich strecke meine Fühler jedenfalls aus, es kommen immer wieder internationale Anfragen, und ich habe Lust, mehr zu drehen.

Im Netz findet sich unter dem Schlagwort „Der Star aus ,Im Westen nichts Neues‘ ganz privat!“ ein Artikel mit der Pointe, dass Sie nicht über Ihr Privatleben sprechen. Ist das ein Prinzip von Ihnen?

Kammerer: Ja. Man wird in Wien nach der Vorstellung ja oft noch von Leuten abgefangen, die Fotos machen und Fragen stellen. Dieser Austausch mit dem Publikum ist schön, aber man muss gezielt damit umgehen. Mir ist mein Privatleben sehr wichtig. Durch den Beruf gehöre ich bis zu einem gewissen Grad der Öffentlichkeit. Es ist bekannt, wer meine Eltern sind, wo ich herkomme, mein Geburtsdatum und einiges mehr. Wenn man das alles zusammenträgt, ist das schon ein bisschen unheimlich. Im Zuge von „Im Westen nichts Neues“ habe ich daher beschlossen, ich fange gar nicht erst damit an, Privates preiszugeben. Erzähle ich in einem Interview „ganz privat“, dass ich gerne an der Donau spazieren gehe, wollen sie das nächste Mal wissen, in welchem Bezirk ich wohne und ob ich in einer Beziehung bin. Da bleibe ich lieber ganz radikal und dafür freundlich.

Wie funktioniert das bisher?

Kammerer: Total gut. Ich erzähle einfach nix. Und es wäre ja naiv zu denken, dass sich die Leute in dieser Branche nicht austauschen: „Aha, du hast also diese Frage gestellt bekommen? Ich auch!“ Außerdem, wenn man sich ganz ehrlich ist, sind die interessanten Dinge eh die, die den Beruf betreffen.F


Felix Kammerer
wurde 1995 in Wien geboren, seine Eltern sind die Opernsängerin Angelika Kirchschlager und der Opernsänger Hans Peter Kammerer. Er studierte in Berlin Schauspiel und wurde nach seinem Abschluss 2019 sofort ans Burgtheater engagiert. 2022 gewann er den Nestroy („Bester Nachwuchs männlich“). Mit der Hauptrolle in der Romanverfilmung „Im Westen nichts Neues“ begann seine internationale Filmkarriere

„Der Zauberberg“ hat am 28.1. im Burgtheater Premiere. Weitere Termine: www.burgtheater.at

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