Russische Nächte in Lech

Der russische Eigentümer des Hotels Aurelio steht auf der Sanktionsliste der EU. Das Hotel hat weiter offen. Wie kann das sein?

EVA KONZETT
Politik, FALTER 04/23 vom 25.01.2023

Das Hotel Aurelio in Lech: eine Luxusherberge mit verworrenen Eigentümerverhältnissen (Foto: AP/AFP/Alexander Klein)

Am Hotel Aurelio im Nobelskiort Lech ist zugegebenermaßen einiges bemerkenswert. Das Haus hat mehr als fünf Sterne, sein Restaurant hat mehr als drei Hauben. Das Schwimmbad misst mehr als 23 Meter in der Länge. Der Fahrtendienst lenkt Bentleys, und die meisten Gäste reisen per Privathubschrauber an.

Das Bemerkenswerteste am Hotel Aurelio ist aber sein russischer Eigentümer: Pawel Alexejewitsch Jesubow. Und die Tatsache, dass der Mann auf der Sanktionsliste der EU steht.

Damit nicht genug: Das Hotel hat weiterhin geöffnet. Obwohl es sanktionierten Personen verboten ist, in der EU Geld zu verdienen. Die österreichischen Behörden wissen das auch. Was ist da los?

Man muss diese Geschichte im Jahr 2007 beginnen. Damals kaufte der milliardenschwere russische Oligarch und mittlerweile entmachtete Strabag-Aktionär Oleg Deripaska - reich geworden mit Aluminium und in der Autoproduktion - ein abgehalftertes Drei-Sterne-Hotel direkt an der Bergstation der Schlegelkopfbahn in Lech und baute es

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