„Warum ich Ministerin Susanne Raab danke“

Was genau meint Medienministerin Susanne Raab, wenn sie sagt: "Die Zukunft des Medienmarkts ist das Digitale. Diesen Weg bestreitet die Wiener Zeitung nun auch"? Der Versuch einer Interpretation

GASTKOMMENTAR: ROBERT MENASSE
Medien, FALTER 04/23 vom 25.01.2023

Robert Menasse ist Schriftsteller. Dieser Text wurde bei einem Solidaritätsabend für die Wiener Zeitung in der Wiener Kulisse vorgetragen (Foto: APA/AFP/John Macdougall)

Die Regierung hat die Absicht, die Printausgabe der Wiener Zeitung einzustellen, den ORF zusammenzustutzen und stärker unter politische Kontrolle zu bringen, kurz: öffentlich-rechtliche Medien massiv zu beschädigen. Die Türkisen sind eben fixiert auf Message-Control, ihr neues Spezialgebiet, nachdem sie ihre Kompetenz in Europa- und Wirtschaftspolitik verloren haben.

Von den Grünen allerdings hätte man erwarten können, dass sie die Bedeutung öffentlich-rechtlicher Medien für die Demokratie kennen und bereit sind, sie zu verteidigen. Aber die grünen Regierungsmitglieder schweigen, stimmen also wie schon in anderen hochproblematischen Fällen durch Schweigen zu, während die grüne Mediensprecherin beweist, dass sie den Schnellkurs "Rede frei von der türkisen Leber weg und nimm dir kein Blatt vor deren Mund" mit Sehr gut absolviert hat.

Nun liegen alle meine Hoffnungen bei Medienministerin Susanne Raab. Diese hat nämlich unlängst durch ein Statement gezeigt, dass sie zumindest

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