Nazis, Romantik und eine „Wilde Jagd“

FALTER:Woche, FALTER:Woche 35/2023 vom 29.08.2023

Der 1967 geborene österreichische Autor René Freund ist ein Vielseitiger. Schon mit Anfang 20 war er Dramaturg am Theater in der Josefstadt. Er schrieb Theaterstücke. In seiner Diplomarbeit und Dissertation ergründete Freund Zusammenhänge zwischen esoterischen und faschistischen Weltanschauungen. Es folgten Sachbücher, darunter eines über den Jakobsweg, das Jahre vor Hape Kerkelings Buch erschienen ist. Allerdings wurden auch etwas weniger Exemplare davon verkauft.

Der Erfolg stellte sich für den Wiener, der im oberösterreichischen Almtal heimisch geworden ist, mit seinen Romanen ein. Diese tragen Titel wie „Liebe unter Fischen“ oder „Das Vierzehn-Tage-Date“. Der Erzählmotor schnurrt meist lässig dahin, wobei Freund Erwartungen und Klischees, die sich bei Genres wie Beziehungsgeschichte oder romantische Komödie fast nicht vermeiden lassen, immer wieder sanft unterläuft.

Sein neuer Roman heißt „Wilde Jagd“ und spielt in einem Dorf, in dem alle alles zu wissen scheinen – nur Philosophieprofessor Quintus Erlach nicht. Er verbringt den Sommer im Haus seiner Kindheit und wird in einen Kriminalfall um eine verschwundene slowakische Pflegerin verwickelt. Ein Krimi also? Das Gespräch mit Bettina Wörgötter wird die Frage klären.

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